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Nikolausmützen – Ursprung, Tradition & Brauchtum

Auf einen Blick:

Die Kernantwort: Das Nikolausfest am 6. Dezember geht auf den heiligen Nikolaus von Myra zurück, einen Bischof aus dem 4. Jahrhundert, der für seine Barmherzigkeit bekannt war. Der heute so beliebte Brauch des Schenkens basiert auf Legenden wie der Rettung dreier armer Mädchen durch Goldspenden. Auch die moderne Nikolausmütze hat eine historische Wurzel: Sie ähnelt dem Camauro, einer roten Samtmütze mit Pelzrand, die Bischöfe und Päpste bereits im Mittelalter trugen.

Wichtigste Fakten aus dem Ratgeber:

  • Ursprung: Nikolaus wurde in Patras geboren und wirkte als Bischof in Myra (heutige Türkei). Er verstarb an einem 6. Dezember, was seinen Gedenktag begründete.
  • Die Legende des Schenkens: Die Tradition, Stiefel vor die Tür zu stellen, geht auf die Erzählung zurück, nach der Nikolaus heimlich Goldstücke verschenkte, um Menschen in Not zu helfen.
  • Herkunft der Nikolausmütze: Die heutige Zipfelmütze ist eine Weiterentwicklung der bischöflichen Kopfbedeckung. Aus der feierlichen Mitra und dem roten Camauro wurde im Laufe der Jahrhunderte die lässige rote Mütze mit weißem Bommel.
  • Begleiter des Nikolaus: Je nach Region wird der Nikolaus von Figuren wie Knecht Ruprecht oder dem Krampus begleitet, die traditionell die Verteilung von Lob und Tadel übernehmen.

Zitierhinweis: Hutshopping Ratgeber (2020) | Nikolausmützen

Der Nikolaus

Der Mythos vom Nikolaus und seiner Mütze

„Lat uns froh und munter sein und uns recht von Herzen freu'n! Lustig, lustig, trallerallera, bald ist Niklausabend da. Bald ist Niklausabend da.“

Liest man diese Zeilen, erklingt in den meisten von uns automatisch die Melodie, die die Zeit der Besinnlichkeit einleitet. Doch wieso ist der Nikolaus so ein beliebter Gast in der Adventszeit?

Viele Legenden ranken sich um die gutmütige Figur, die vor allem aufgrund des rot-weißen Gewandes und der Mütze gewisse Ähnlichkeiten mit dem heute ebenfalls bekannten Weihnachtsmann aufweist. Doch während uns der Weihnachtsmann erst seit wenigen Jahrzehnten den Dezember versüt, ist das Nikolausfest eine jahrhundertealte Tradition, welche Familien und Freunde weltweit zusammenbringt.

Der Ursprung der Nikolaustradition

Doch wo kommt der Nikolausbrauch denn eigentlich her? Der Ursprung und Namensgeber unseres bekannten und beliebten Nikolaus soll der Sankt Nikolaus aus Patras, das heute in der Türkei liegt, gewesen sein. Er soll im 4. Jahrhundert gelebt haben und der Bischof von Myra gewesen sein. Im Kindesalter schon verlor Nikolaus seine Eltern und soll sein ererbtes Vermögen Erzählungen zufolge unter den Bedürftigen verteilt haben. In den zahlreichen Legenden und Geschichten über den gutmütigen Nikolaus verschmelzen Historikern zufolge jedoch zwei Personen miteinander: der Nikolaus von Myra und der Nikolaus von Sion, der Bischof von Pinora, welcher erst im 6. Jahrhundert gelebt haben soll. Aus dieser Verschmelzung resultieren zahlreiche Geschichten über die guten Taten und Wunder, die der uns heute bekannte Nikolaus als Hüter der Gerechtigkeit bewirkt haben soll.

Der Brauch des Schenkens

Eine der berühmtesten Geschichten über den Nikolaus berichtet darüber, wie er einem Vater in Not geholfen haben soll. Denn dieser Vater hatte drei Töchter, die er wegen seiner Armut und Verzweiflung verkaufen wollte. Als Nikolaus davon erfuhr, legte er ihm drei Goldstücke auf die Fensterbank. Durch das Gold rettete er die Mädchen vor ihrem Schicksal. Resultierend aus dieser Geschichte, soll sich der Brauch entwickelt haben, sich am Nikolaustag zu beschenken.

Der Einfluss des heiligen Nikolaus

Durch seinen wundersamen Einfluss wird Nikolaus seither als Schutzpatron der Kinder, Kaufleute und Seefahrer sowie vieler Länder Osteuropas verehrt. Am 6. Dezember feiern wir ihm zu Ehren seinen Gedenktag, an dem wir unsere Liebsten beschenken und die unartigen Kinder zum Besseren bekehren wollen. So war dieser Tag auch ursprünglich das Datum der Weihnachtsbescherung. Erst im Zuge der Reformation und der damit einhergehenden Ablehnung der Heiligenverehrung rückte der 24./25. Dezember ins Festtagszentrum und der kommerzielle Weihnachtsmann ersetzte zunehmend den heiligen Nikolaus. Eigentlich trug Nikolaus zu seinem rot-weißen Gewand eine Mitra auf dem Kopf und einen Bischofsstab in der Hand, doch ist sein Einfluss auf das Aussehen des Weihnachtsmannes amerikanischer Prägung (Santa Claus) unübersehbar. So war die offizielle Kopfbedeckung der Bischöfe und folglich auch der Päpste außerhalb der Liturgie vom 12. bis ins 19. Jahrhundert der Camauro – eine rote Samtmütze mit Pelzbesatz. Sie sieht der heutigen Weihnachtsmannmütze sehr ähnlich, auch wenn diese im Laufe der Zeit mit Zipfel und Glöckchen ausgeschmückt wurde.

Das Nikolausfest: Bräuche, Geschenke und Mützen

Geputzt und gestriegelt werden am Nikolausabend jedes Jahr aufs Neue die Stiefel vor die Tür gestellt, in der Hoffnung, dass der Nikolaus sie über Nacht mit seinen Gaben befüllt. Nicht selten stattet der Nikolaus Familien und Kindern am Nikolaustag auch einen persönlich Besuch ab. Dies ist besonders in Schulen eine beliebte Tradition. Verkleidet in der typischen Nikolaustracht mit Zipfelmütze, Umhang und goldenem Buch möchte er wissen, welche Kinder das Jahr über artig waren. Oft wird er außerdem von seinem Gehilfen begleitet, der in dunkler Kutte, bepackt mit Jute-Sack und Rute, eine Kontrastperson zum gütigen Nikolaus darstellt. Der sogenannte Knecht Ruprecht, Bullerklas, Düvel oder auch Krampus verteilt traditionell die Geschenke des Nikolaus an die artigen Kinder und droht den unartigen Kindern mit der Rute.

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Das Nikolausfest weltweit

Durch seine Geschichten und Legenden erfreut der heilige Nikolaus mit seiner Nikolausmütze sich weltweiter Bekanntheit. Die Nikolaustradition ist jedoch vorwiegend in den christlich geprägten Ländern verbreitet und wird in jedem Land auf seine ganz eigene Weise gefeiert. Doch wie wird weltweit an den heiligen Nikolaus gedacht?

Niederlande

In den Niederlanden hat der heilige Nikolaus eine weit größere Bedeutung als der Weihnachtsmann. Denn dort ist es der Sinterklaas, der durch das Land zieht und die Kinder beschert. Der Tradition nach reist Sinterklaas jedes Jahr mit dem Dampfschiff aus Spanien an. Begleitet wird er dabei vom zwarten Piet, der ihm tatkräftig zur Seite steht. Die Ankunft, welche am ersten Samstag nach dem Martinstag, dem 11. November, erfolgt, läutet in den Niederlanden die Sinterklaaszeit alljährlich ein und wird mit Umzügen und Festen ausgiebig gefeiert. Am 5. Dezember verteilt Sinterklaas dann die Geschenke. Bis zum 5. Dezember schreiben die Kinder ihre Wunschzettel, um sie rechtzeitig in ihren Schuh zu stecken und vor den Kamin zu stellen, da Sinterklaas, wie Santa Claus, durch den Kamin kommen soll. Außerdem werden traditionell Wasser und Futter für das Pferd des Sinterklaas vor die Tür gestellt.

Sinterklaas

Italien

In Italien bringt nicht der Nikolaus die Geschenke, sondern die Hexe „La Befana“. La Befana fliegt in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember auf ihrem Besen von Haus zu Haus auf der Suche nach dem Jesuskind. Dabei bringt sie den artigen Kindern Geschenke und soll die unartigen Kinder bestrafen.

Russland

Auch in Russland und vielen slawischen Ländern ist der Nikolaus ein Schutzpatron. Die Geschenke werden jedoch vom „Djed Moroz“ oder auch „Väterchen Frost“ erst in der Neujahrsnacht gebracht, da sich dortzulande Feiertage nach dem julianischen Kalender richten. Im Gegensatz zu dem uns bekannten Nikolaus trägt Väterchen Frost außerdem eine blaue Tracht und Mütze, die jedoch abgesehen von ihrer Farbe dem Nikolauskostüm sehr ähnelt. Begleitet wird Väterchen Frost von seiner Enkelin Snegurotschka.

Nikolausmützen - Der festliche Kopfschmuck für die Weihnachtszeit

Mittlerweile ist die Nikolausmütze in fast jeder Weihnachtssammlung in den unterschiedlichsten Ausführungen zu finden. Dabei ist die Tragebegeisterung bei Groß und Klein gleich groß. Neben der traditionellen roten Färbung sind auch Nikolausmützen in bunten Farben, wie zum Beispiel in Blau, Weiß, Gold, Pink, Orange, Grün oder sogar in Schwarz, zu finden. Der weiße Filzrand und auch die Mütze selbst sind dabei teilweise mit Glitzer oder Pailletten verziert. Neben der Farbvielfalt gibt es auch bei den Materialien Unterschiede, sodass es neben Filz auch plüschige Nikolausmützen aus Samt, Fleece oder Wolle gibt.

Nikolausmütze

Eyecatcher: Auffällige Mützenmodelle für einen strahlenden Auftritt

Möchte man mit seiner Verkleidung ganz besonders hervorstechen, gibt es einige Ausführungen der Nikolausmütze, die einen außergewöhnlichen Look zaubern. Neben der Miniversion, die an Haarreifen, Haarklammern oder Haarspangen befestigt ist, werden auch XXL-Nikolausmützen immer häufiger gesehen. Diese zeichnen sich durch ihren enorm langen Zipfel und einen riesigen Pompon am Ende aus. Für einen besonders großen Lacher sorgen außerdem Nikolausmützen mit Zöpfen oder Bärten, die ihrem Träger einen äußerst lustigen Look verleihen. Die vorherigen Modellvarianten überzeugen noch nicht? Keine Sorge, da geht noch mehr! Extrem cool sind Nikolausmützen, die beispielsweise durch eingebaute LEDs leuchten oder blinken. Aber auch wackelnde Nikolausmützen, aus denen Musik ertönt, gehören zu den besonders auffälligen und extravaganten Modellen, die garantiert ins Auge fallen!

Die Nikolausmütze: immer die richtige Wahl!

Die Auswahl an Nikolausmützen ist vor allem online enorm, sodass sicherlich für jeden Geschmack eine passende Mütze dabei ist. Die Preisspanne ist dabei ebenfalls sehr groß, von günstigen bis hochwertigen und teuren Mützen ist im Internet alles zu finden. Je nach den persönlichen Anforderungen, die man an die Mütze stellt, sind verschiedene Modelle besser oder schlechter geeignet. Wer hingegen keine fertige Mütze kaufen, sondern seine eigene Kreativität ausleben möchte, hat natürlich auch die Möglichkeit, selbst eine Nikolausmütze herzustellen oder zu gestalten. Online gibt es dafür zahlreiche Schnittmuster, an denen man sich orientieren kann, wenn man selbst eine Mütze nähen, stricken oder häkeln möchte. Wem das nicht reicht, der kann zu seiner Mütze eine passende Tasse, Flasche, Ausstechform oder weitere schicke Nikolausartikel erwerben, die die Nikolaussammlung vervollständigen. Denn zur Adventszeit verziert der Nikolaus so gut wie jedes Accessoire.

Egal ob selbst gebastelt oder gekauft, die Nikolausmütze ist auf jeden Fall ein unverzichtbarer Begleiter in der Weihnachtszeit. Auf dem Weihnachtsmarktbesuch, beim Familientreffen oder der Weihnachtsfeier – ein Hingucker ist die schicke Mütze auf alle Fälle!