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Billycoke

Melone

Was ist ein Billycoke-Hut? Der Billycoke gilt als typisch englische Kopfbedeckung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und zeichnet sich durch seinen britischen Charme und seine beliebte Form aus. Der oben abgerundete Hut mit kleiner hochgestellter Krempe wird aufgrund seiner melonenähnlichen Form oft wie die Frucht Melone genannt. Er präsentiert sich meist in seiner klassischen Form aus schwarzem Woll- oder Kaninchenhaarfilz. Erhältlich ist der Hut jedoch heutzutage in vielen verschiedenen Farben, mit oder ohne Garniturband, welches für Männer nicht selten mit einer Feder und für Damen mit einer Schleife verziert ist. Auch für die heißen Sommertage gibt es mittlerweile Modelle aus Bast oder Stroh.

Ihren Ursprung findet die traditionelle Kopfbedeckung im Jahr 1849, als ein englischer Landbesitzer namens Coke einen Hutmacher mit der Herstellung beauftragte. Der Hut war für seine Jagdaufseher bestimmt und musste somit niedriger und stabiler als der herkömmliche Zylinder sein, damit dieser nicht mehr beim Reiten von den Ästen heruntergestoßen werden konnte. Nach dem ersten Entwurf fertigten die Hutmacher Thomas und William Bowler ein Modell an, welches schnell für große Begeisterung sorgte. Deswegen wird diese Hutform oft auch Bowler genannt.

In den Anfängen wurde der Billycoke vor allem von Cowboys oder Eisenbahnarbeitern getragen, heute wird der ursprüngliche Männerhut auch gerne von Damen als modisches Accessoire kombiniert. Als Berufskleidung ist der Bowler mittlerweile nur noch bei den Wiener Fiakerfahrer zu finden.

Mit den Jahren bekam der Billycoke-Hut noch viele weitere Bezeichnungen. So wird er im Deutschen z. B. auch „Eiersieder“, „Hartmann“, „Glocke“ oder „Koks Hut“ genannt, während er in den USA auch unter dem Namen „Derby“ bekannt ist. Die amerikanische Bezeichnung leitet sich vom 17. Earl of Derby ab, da dieser bei Pferderennen immer einen grauen Bowler trug.