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Nur von Männern im arabischen Kulturraum getragenes Kopftuch. Der Begriff ist von der irakischen Stadt Kufa abgeleitet, in der diese Kopfbekleidung ursprünglich zur eher bäuerlichen Tracht der männlichen Landbevölkerung gehörte. Farbe und Trageart unterscheiden sich je nach regionaler Herkunft und politischer Gesinnung. In seiner bekanntesten Variante hat das Tuch ein gewebtes Würfelmuster in schwarz bzw. rot mit einem Quastenrand und wird entweder mit einer Kordel befestigt oder als Turban gewickelt.
Synonym setzte sich der Begriff Palästinensertuch durch, da diese Kopfbedeckung seit den 1930er Jahren als Symbol der palästinensischen Revolte gegen die englischsprachigen und jüdischen Besatzer eingeführt wurde und in dieser Funktion den orientalischen Fez ablöste. Weltweite Bekanntheit erlangte die Kufiyah in den 1970ern durch den inzwischen verstorbenen Anführer der palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) Yassir Arafat. Seither wird es als Zeichen der Solidarität mit den arabischen Widerstandskämpfern verstanden.
Bei westlichen Kulturangehörigen findet das Kopftuch z.B. Verwendung bei Armeeeinsätzen im arabischen Raum - als Sonnenschutz und Tarnung zugleich. Speziell in Deutschland ist der Gebrauch als Halstuch eher zwiespältig zu beurteilen, da es sowohl von (militanten) Linken als auch von Neonazis zur Demonstration ihrer Antipathie gegen Amerika und Israel oder gar ihrer antisemitischen Haltung genutzt wird. Insbesondere unter Jugendlichen ist das Palästinensertuch aber schlicht ein modisches Accessoire ohne politischen Kontext.