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An einem Käppchen befestigte viereckige, materialüberzogene Kartonage mit Quaste. Im anglo-amerikanischen Sprachraum wird diese Kopfbedeckung aufgrund ihrer Form auch Mortarboard (engl. = Mörtelbrett) genannt und sieht beim Tragen ein wenig so aus, als ob man ein Brettchen auf dem Kopf balancieren würde.
Möglicherweise stammt der Doktorhut vom barettähnlichen Priesterkäppchen des katholischen Klerus ab oder wurde von den islamischen Madrasas - mit Moscheen verbundenen Hochschulen - inspiriert. Ein religiöser Ursprung ist jedenfalls anzunehmen, da die Kirche bei der Gründung der Universitäten großen Einfluss auf Lehrplan und Kleiderordnung ausübte. In Anlehnung an andere Studentenmützen zeugten Form und Farbe von der sozialen Stellung sowie dem Studiengang seines Trägers und wurden regelmäßig zur Vorlesung getragen.
Der Doktorhut ist heutzutage eine Auszeichnung für höhere akademische Leistungen (Promotion/Habilitation) und soll in einer feierlichen Zeremonie verliehen werden. Mit Ausnahme von wenigen Ländern wie Schweden ist die öffentliche Verteidigung der Doktorwürde mit dem Überreichen des Doktorhutes in der Fakultätsfarbe (z.B. Grün für Medizin) allerdings nicht mehr üblich. Hingegen ist man in Deutschland dazu übergegangen, einen solchen Hut nach amerikanischem Vorbild auch bei anderen Absolventenfeiern als der akademischen Graduierung, wie z.B. Abitur oder Studienabschluss zu tragen.